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Artischocke

Medizin für alle

Artischocke, Artischockeblüte

Artischocke, zur Senkung der Blutfettwerte, gegen Reizmagen

Die Artischocke (Cynara scolymus) war schon in Zeiten der alten Ägypter, der Griechen und der Römer als Heilpflanze und natürlich auch als Nahrung, sehr beliebt.

Heimat:

Die Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und den Kanarischen Inseln. Angebaut wird sie nahezu in allen gemäßigten, südlichen Breitengraden.

Verwendung der Artischocke:

Die Artischocke ist eine distelartige Pflanze, die zur Familie der Korbblütler zählt. Artischocken haben gelappte Blätter, die sich zu einer Rosette formen. Ihr Stängel kann eine Höhe von 1,5 bis 2 Metern erreichen.

Die Artischockenblüten sind uns als Gemüse bekannt, das durch seinen leicht bitteren Geschmack sehr besonders ist. Wir essen den fleischigen unteren Teil der Hüllblätter und deren Boden oder „Herzen“.

Man erntet die Blütenstände vor dem Aufblühen. Zudem werden die Extrakte aus Artischocken zur Herstellung von Magenbittern und Likören verwendet.

Basierend auf langjährigen Erfahrungen werden Artischocken-Extrakte bei Verdauungsbeschwerden (Reizmagen/funktionelle Dyspepsie) , bei Völlegefühl und zur Linderung von Blähungen eingenommen. Die Pflanzenheilkunde in Europa nutzt die Artischocke traditionell auch als harntreibendes Mittel.

Verschiedenen Inhaltsstoffe der Pflanze sind medizinisch wertvoll. Den bitteren Geschmack verdankt sie dem pflanzlichen Bitterstoff Cynarin: Er ist ein zentraler biologisch aktiver Stoff der Artischocke. Weitere biologisch aktive Substanzen sind Flavonoide, Polyphenole und Caffeoylchinasäuren. Es sind gerade die Caffeoylchinasäuren und Cynarin, die die Gallenabsonderung der Leber ankurbeln.

 
Reife grüne Artischocke
Reife grüne Artischocken

Überdies wirken die besagten Inhaltsstoffe in folgenden Bereichen:

  • Sie helfen gegen Verdauungsbeschwerden (Reizmagen/ (funktionelle Dyspepsie).
  • Außerdem wirkt die Artischocke als natürlicher Cholesterinsenker und unterstützt gegen hohe Blutfettwerte (Hyperlipidämie).
  • Die Artischocke dient als Leberschutzmittel und hilft bei Leberbeschwerden.
  • Artischocken unterstützen die Verdauung  und können dazu verhelfen, den Appetit anzuregen.

In Europa wird zur medizinischen Anwendung Artischocke wie folgt zubereitet:

  • getrocknete Artischockenblätter für Tee
  • pulverisierte Artischockenblätter
  • flüssige Extrakte aus Blättern (mit Wasser oder Ethanol)
  • Trockenauszüge aus Blättern (mit Wasser)

Die meisten Arzneimittel enthalten Trockenauszüge aus frischen Artischockenblättern.

Verzehr

  • getrocknete Blätter für Tee: täglich max. 6 g (verteilt auf 3-4 Einzeldosen)
  • pulverisierte getrocknete Blätter: täglich 600-1500 mg
  • Bei Fertigpräparaten auf Verzehr Empfehlung achten.
  • Für Trockenauszüge gelten allgemein: 1 bis 2 g als Tagesdosis bei

Für Trockenauszüge gelten allgemein: 1 bis 2 g als Tagesdosis bei Verdauungsbeschwerden und erhöhte Cholesterinwerten.

 
Artischocke, Artischockenblatt
Artischockenblatt

Hinweis (Auszug)

Wer allergisch gegen Korbblütler ist (z.B. Artischocke, Arnika, Kamille oder Ringelblume) oder überempfindlich gegenüber einem Artischocken-Inhaltsstoff ist, sollte auf die Einnahme verzichten. Wer eine Entzündung der Gallengänge, Gallensteine oder Leberentzündung (Hepatitis) hat, sollte vor einer eventuellen Einnahme ärztlichen Rat einholen.

Auch für Schwangere und Stillende ist die Datenlage in Bezug auf die Einnahme von Artischocke unzureichend, um sichere Angaben diesbezüglich zu treffen.

2 Antworten

  1. Oliver Vogl sagt:

    Früher konnte ich meine Cholesterinwerte ganz gut mit Artischocken Kapseln senken. Seit einiger Zeit klappt es nicht mehr. Da bin ich auf Rote Reismehl Kapseln umgestiegen. Die wirken ganz gut.

  2. Werner Käufer sagt:

    Ich hatte immer leicht erhöhte Cholesterinwerte und seit dem ich täglich Artischocken Kapseln einnehme sind die Werte gut. Auch meine Leberwerte sind besser geworden.

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